Säbelrasseln auf Seiten von Google – Eric Schmidt veröffentlicht Wechselanleitung von iOS zu Android

EricSchmidt008Eric Schmidt, Executive Chairman ist seit 2001 bei Google und repräsentiert das Unternehmen nach außen. So steht es im Google Unternehmensprofil. Jetzt hat Eric Schmidt seine Position für eine Äußerung genutzt, die vielleicht etwas mehr zu bedeuten hat, als die Zeilen seines aktuellen Google+ Postings es vermuten lassen. Schmidt veröffentlichte eine Art von Tutorial, welches den Wechsel von Apple iOS zu Google Android beschreibt. Es geht aber um mehr.

Google Android – Ein Betriebssystem mit Wechselwirkung?

Sein Eintrag beginnt mit dem Satz

“Viele meiner Freunde, die ein iPhone nutzten, sind zu Google Android gewechselt“.

Was folgt ist ein langes Posting mit einer Verlautbarung die sich nun nicht unbedingt, wie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung lesen lässt, eher wie ein “4 Gründe pro Google Android – Manifest“. Dieses Schriftstück erklärt also die Absichten Googles es den Wechselwilligen möglichst einfach zu machen, Eric Schmidt zieht dabei sogar einen Vergleich zutage, den Apple normalerweise für sich nutzt.

“Der Wechsel von iOS auf Android, sei wie der Umstieg von Windows auf Mac OS X.“

Solche Statements sind von Schmidt sonst nicht oft zu hören, diese zu lesen hat die Wertung, dass Google nun bereit ist, einen weiteren Schritt hinsichtlich Kampfbereitschaft zu gehen. Apple und Google liefern sich bereits seit Jahren einen Krieg der Worte, das ist so üblich. Stets pünktlich zur Weihnachtszeit beziehen die Rädelsführer Position und begegnen sich zumindest auf verbaler Ebene mit einem Säbelrasseln. Letztes Jahr nutze Larry Page die Möglichkeit, sein Unternehmen auf das neue Jahr einzustimmen und gegen den ärgsten Konkurrenten Stellung zu beziehen, blieb dabei aber scheinbar zurückhaltend. Die Taktik von Page, er erklärte der Öffentlichkeit, dass sein Unternehmen ähnlich wie Apple oder Amazon in der jeweiligen Branche als Primus gelte. Dem Unternehmen aus Cupertino überließ Larry Page großzügig den Bereich Hardware, Google vermarkte Werbung, Amazon sei der führende Online Marktplatz. Die Konzerne sollten Kooperationen eingehen, sich nicht darauf versteifen sich zu bekriegen. Kurze Zeit später veröffentlichte Google neue Hardware für das mobile OS Android.

Google verspricht die Freiheit

Im Eintrag von Eric Schmidt geht es dann deutlich klarer zur Sache. Eine Änderung der Taktik also. Dank der Clouddienste sei der Umstieg auf Android ein Leichtes, der Google Browser sei sicherer und komfortabler als Safari auf iOS. Um den Umstieg zu vollziehen, müssten nur wenige Schritte erledigt werden, wie etwa die Datensicherung in der Cloud, Aktivierung eines Google Kontos mit GMail Funktionen. Schließlich endet seine Anleitung mit dem Switch der SIM-Karte. Die Beschreibung offeriert dabei so etwas wie “die Leinen loslassen”, “die Fesseln sprengen”. Was Schmidt damit ausdrücken will, bleibt also unmissverständlich. Während er Apple als Gefängnis oder als an sich bindende Institution erklärt, verspricht er mit Android die Möglichkeiten in Freiheit.


Ob dieses Posting, Google tatsächlich eine nennenswerte Anzahl an Wechselwilligen einbringt bleibt vorerst abzuwarten. Wenn überhaupt liegt es vielleicht eher daran, dass in jüngster Vergangenheit innerhalb von nur wenigen Wochen mehrere neue Android-Smartphones veröffentlicht wurden. Zwei davon, das Google Nexus 5 und das Motorola Moto G, sind dabei besonders günstige Angebote und kommen direkt aus dem Hause Google. Gut möglich also, dass es vielleicht deshalb zu einem Anstieg neuer Nutzer bei Google Android kommen wird.

Bildquelle: Google.com

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