Motorola plant Smartphone für 50 US-Dollar

Wer den Smartphonemarkt intensiv beobachtet, wird feststellen, dass es kaum noch echte Innovationen gibt, das Mobilfunkgerät noch einmal neu zu erfinden wird immer schwieriger. Allen Regeln zum Trotz scheint der Hersteller Motorola das Umsatzwachstum nicht in immer teureren und fortschrittlicheren Geräten zu suchen, das Gegenteil ist der Fall, die Modelle sollen noch günstiger werden, Smartphones für 50,- US-Dollar sollen realisierbar sein. Doch wie verdient die Google Tochter dann überhaupt noch Geld?

We Are The RhoadsClient: MotorolaVon Zufall kann keine Rede sein, der sich abzeichnende Erfolg des zuletzt noch krisengebeutelten Smartphone Herstellers Motorola basiert nicht auf diesem Prinzip. Hier haben Strategen und Experten, nicht zuletzt die Verantwortlichen von Google ein richtig griffiges Konzept entwickelt, das, wie es scheint auch bei den Käufern gut ankommt. An sich scheint der Markt sich nur nach oben hin zu entwickeln. Deshalb bemühen sich viele Hersteller auch nur darum, immer schnellere Technik und noch hochauflösendere, größere Displays zu entwickeln. Der Veröffentlichungsturnus, der Neumodelle gleicht einem erbitterten Wettstreit der gierigen Konzerne, die sich stets auf dem vordersten Platz, also an der Spitze sehen wollen. Zwangsläufig leiden hier Erfindungsreichtum und Innovation, aber auch der strategische Markenausbau und die Verzahnung von Services und Diensten müssen darunter leiden.

Der seit 2012 bei Motorola agierende Dennis Woodside hat bei Motorola den Schalter umgelegt, das zu einem Zeitpunkt an dem der Hersteller kaum noch tiefer fallen konnte. Direkt aus dem Mutterkonzern Google kommend wurde nicht nur die Talfahrt aufgehalten, dank neuer Weichenstellung, nimmt der Zug wieder Fahrt auf, anders als zuvor, reist Motorola aber nicht auf der stark frequentierten High-Speed Autobahn, sondern auf einer Strecke, die den Ausblick auf die Belange der Kundschaft ermöglicht. Im übertragenen Sinn wird den Kunden ein individueller Service geboten, egal in welcher Preisklasse, die Nutzer erhalten den beliebten Google Brand, die Marke ist so stark platziert, dass dies der Erfolgsgarant Nummer 1 für Motorola ist, solange zumindest wie Google an der bestehenden und hervorragend ausgebauten Infrastruktur von Motorola festhalten möchte, aktuell scheint es aber hierfür keine Bedenken zu geben.

Der jetzige Motorola CEO Dennis Woodside stellt sogar noch günstigere Smartphones als das Moto G oder das Moto X in Aussicht. Mit dem Erstgenannten hatte sich Motorola eindrucksvoll auf dem europäischen Markt zurückgemeldet und eine neue Ära eingeläutet, was einigen Herstellern so sicher nicht gefallen dürfte, denn auch hier zählt der Faktor Google. Durch die Android OS Abhängigkeit, kann Google den Markt genau steuern, dass Nexus- und Motorola-Geräte als Erstes von OS Updates profitieren, zeigt sehr deutlich, wer vor allem zukünftig das Sagen haben wird. Dies zum Thema Android als offenes System, für die Hersteller entpuppt sich dies als Trugschluss, zumindest was den alles entscheidenden Zeitfaktor angeht.

Für gerade einmal 50 US-Dollar soll es zukünftig Motorola Smartphones geben, diese können dann, je nach Wunsch farblich individualisiert oder mit technischen Upgrades versorgt werden. Dazu gehören auch unterschiedliche Displaygrößen, Prozessoren oder andere Module. In diesem Bereich hat sich Motorola extrem stark entwickelt, alleine das Moto X-System, mit dem Moto-Builder zeigt, wo es zukünftig langgeht. Der Wunsch der Menschen sich mit dem eigenen Smartphone auszudrücken ist ein sehr wichtiger wie auch persönlicher und emotionaler Faktor. Wenn das Grundgerät günstig ist, lässt sich mit diesen Maßnahmen viel Umsatz erzielen.

Es scheint ganz so, das Motorola den Markt von unten aufrollen wird, vor allem dank Google gibt es daran eigentlich keine ernsthaften Zweifel.

Bildquelle: motorola-blog.blogspot.com

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