Samsung muss im Rechtsstreit mit Apple erneut tief in Tasche greifen

samsung-galaxy-trend-gt-s7560Im Dauerstreit zwischen Samsung und Apple scheint es zu einem gesetzlichen Entscheid zu kommen. Demnach muss der Konkurrent aus Südkorea eine hohe Geldstrafe bezahlen. Es geht um Patente und Markenverletzungen. Apple bezichtigt Samsung des Diebstahls geistigen Eigentums.

Das erste iPhone setzte seinerzeit neue Maßstäbe. Das neue Konzept per Touchscreen galt damals als bahnbrechend und wegweisend für die zukunft. Die Kombination aus Handy und PDA gab es in dieser Form so noch nicht. Apple sicherte sich diese Innovation mit einem Paket aus Lizenzen und Patenten, diese sollten die Geschäftsidee vor Konkurrenten schützen. Seit dieser Zeit befinden sich die Marktführer aus den USA und Südkorea im Dauerrechtsstreit, in denen es immer wieder um den Vorwurf der Produktpiraterie geht. Samsung wurde bereits zum wiederholten Mal zu Strafzahlungen verurteilt, aber auch Apple musste des Öfteren Niederlagen einstecken. Jetzt wurde dieser Rechtssprechung ein weiteres Kapitel hinzugefügt, Samsung muss erneut eine Zahlung in dreistelliger Millionenhöhe leisten.

Samsung ist Apples ärgster Konkurrent

Mit dieser Strafzahlung erneuerten die Richter ihr Urteil gegen die Mitbewerber und sprachen sich für die erhobene Klage von Apple aus. Die Anschuldigung wegen Lizenzverstöße umfasste eine Reihe von Punkten, deren Markenschutz sich Apple gesichert hatte. Dabei ging es zum Beispiel um das Design der Hardware, der genutzten Technik aber auch um deutlich sichtbare Einflüsse wie der Gestaltung der Icons und der Apps. Mit diesen kleinen Programmen revolutionierte Apple den Markt, musste sich aber schnell den Nachahmungen der anderen Hersteller mit strafrechtlichen Mitteln widmen. Samsung stellt dabei der wichtigsten Konkurrenten dar. Die Verhandlungen der Kontrahenten erstrecken sich mittlerweile über viele Jahre.

fifthavenue_gallery_image3Apples geistiges Heiligtum

Steve Jobs, der Erfinder des iPhone stellte sich mit großem Einsatz hinter die erworbenen Patente und sprach dabei teils martialische Parolen aus. Auch von einem Krieg und von der Vernichtung hinsichtlich der Konkurrenz mittels Klagen war die Rede. In den Anhörungen vor Gericht bestätigten Apple Mitarbeiter aus dem führenden Management die Brisanz dieser Klagewellen. Am Anfang stand dabei sogar die Zukunft von Apple auf dem Spiel. Steve Jobs setzte den erwirtschaften Erfolg der ersten iPhone-Generation gegen die Markteilnehmer, welche sich nun ebenfalls mit den Smartphones beschäftigten und eigene Modelle auf den Markt brachten. Samsung stand dabei stets im Fokus des charismatischen Apple CEO.

Mit der Nachfolge durch Tim Cook ist nun wider etwas mehr Ruhe eingekehrt. Es heißt, Apple wolle sich weniger den Rechtsstreitigkeiten und mehr der Marktentwicklung und neuen Produkten widmen. Ob mit der aktuellen Strafzahlung gegen Samsung tatsächlich ein Schlussstrich gezogen wurde, bleibt aber abzuwarten. Es ist davon auszugehen, dass Samsung Berufung gegen das Urteil einlegen wird.

Bildauellen: Apple.com, Samsung.com

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