Google flasht nicht mehr – Adobe Flash wird unter Android 4.4 geblockt

adobeflashMit Google OS Version 4.4 werden Flash Inhalte nun auch von den Android Mobilgeräten verbannt. Das OS blockiert die Funktion sogar bei alternativen Browsern. Es scheint nun tatsächlich so, dass der Datenstandard der Vergangenheit angehört.

Apple versetzte Adobe schon früh den entscheidenden Schlag

Google vollzieht mit Android 4.4 einen Schlussstrich zum Thema Flash (zumindest auf dem kommerziellen Markt). Flash Inhalte abspielen zu können gehörte einst zu den Hauptargumenten, mobile Technik inklusive Google OS zu nutzen, hier trennten Apple und Google bereits Welten. Steve Jobs war seinerzeit niemals gut auf Flash von Adobe zu sprechen, der Grund, der Standard für Webprogramme und Plugins ist ein Ressourcenfresser, der das arg begrenzte Energiemanagement von Smartphones und Tablets stark ausgereizt hat. Der verstorbene Apple Mitbegründer und CEO propagierte schon früh hin zu einem anderen Standard, nämlich HTML 5. Eine Möglichkeit, Animationen, Videos, Games und andere bewegte Inhalte im Web darzustellen, zudem stellt sich HTML 5 als offene Programmiersprache dar, Flash gehört zu Adobe und damit zu einem der größten und einflussreichsten Softwarefirmen. Nicht zuletzt dieser Machtanspruch missfiel dem charismatischen Erfinder von iPhone und iPad.

androidFlash für Android, lange Zeit ein Argument pro Google

Eine lange Zeit galt Flash dennoch als ein notwendiger Standard im Bereich des mobilen Internets. Wie schon gesagt, hier wurde lange Zeit ein Vorteil von Android gegenüber iOS propagiert. Nun schließt die neueste Version von Google OS, Kitkat diese Verfügbarkeit, nicht nur im eigenen Chrome Browser, auch alternative Apps werden mit Flashinhalten blockiert. Golem.de schreibt in seinem Artikel, dass sich der Browser Entwickler Dolphin im eigenen Support Bereich zum Thema geäußert und es auch so bestätigt hat. Adobe Flash wird im mobilen Segment dort nicht mehr eingesetzt.

Flash als Energiekiller der mobilen Computertechnik

Ganz neu oder überraschend kommt diese Meldung aber auch nicht. Adobe selbst hat bereits schon vor längerer Zeit bekannt gegeben, die Software nicht weiter zu entwickeln und den Support langsam auslaufen zu lassen. Der Einfluss von Apple war zu der Zeit noch besonders hoch, Android galt eher als Alternative. Adobe schaffte es nicht, dass Flash mit weniger Leistung auskommen konnte, weiterhin bestand das Problem der fehlenden Akzeptanz auf dem von Apple dominierten Markt der mobilen Computer. Selbst das Apple Notebook MacBook Air verweigerte den Flashinhalten den Dienst. Für die Anwender durchaus problematisch, da zu dieser Zeit sehr viele Websites Flashplugins integriert hatten.

Ganz offiziell weg vom Fenster, was bleibt sind zumindest Hintertüren

Eine weitere Konsequenz zeigt sich auch darin, dass es bei Google Play keine weitere Download Möglichkeit des Flash Plugins gibt. Google Play hat das Angebot gestrichen. Auch auf den älteren Android Versionen wird das Plugin nicht mehr angeboten, was bleibt, ist zumindest die Möglichkeit, sich direkt an Adobe zu wenden und dort im Download Bereich die Software zu laden. Alternativ soll es auch vereinzelte App Erscheinungen geben, die eine Umgehung auf externe Server anbieten. Die Qualität der Darstellung von Flashinhalten bleibt dann auch eine Frage der Verbindungsqualität im Mobilfunknetz oder Internet. Weiterhin ist mit solch einer Lösung auch nicht sichergestellt, dass alle Inhalte unterstützt und wiedergegeben werden können.

Flash in der Hall of Fame

Als sinnvoll und zukunftsweisend hat sich nun vollends HTML 5 entwickelt. Ein Großteil aller Entwickler setzt inzwischen auf diesen neuen Standard. Adobe Flash wird dafür in die Analen und Geschichtsbücher des mobilen WWW eingehen und dort einen besonderen Platz erhalten.

 

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