Geplante Neuregelung der Roaming Gebühren – Mobilfunkverband warnt vor Tariferhöhungen

nk_general_2Zu dem Thema Roaminggebühren fallen ganz besonders den Mobilfunknutzern im Ausland, beziehungsweise den Reisenden einige Gründe ein, diese abzuschaffen oder zumindest im Preis zu senken. So sieht es auch die EU und möchte ein entsprechendes Gesetz durchsetzen, was dem Branchenverband Bitkom wiederum gar nicht gefällt.

Wenn die Europäische Union, allen voran EU-Kommissarin Neelie Kroes, die Roaminggebühren für Auslandstelefonate abschaffen möchte, freuen sich viele Nutzer, dass auf Europa-Ebene tatsächlich etwas gegen die vermeintliche Preistreiberei der Mobilfunkkonzerne unternommen wird. Ein Grund für die Bemühungen auf der europäischen Politikebene ist der Wunsch ein neues EU-Gesetz durchzubringen, dass die unterschiedlichen Mobilfunkgrundlagen der einzelnen Mitgliedsstaaten vereint. Die Kosten für Nutzungsleistungen im Ausland gehören hierbei zu den Themen, die vor allem bei den jeweiligen Nutzern auf Interesse stoßen. Im Prinzip sucht die EU nach einer Lösung, welche die Kosten für Auslandsgespräche in einem flächendeckenden Gebührenmodell vereint.

Was sich für Politiker und Mobilfunknutzer nach einer durchaus positiven Initiative anhört, fühlt sich für die Konzerne und Verbände an wie das Rote Tuch, das Bullen zur Weißglut bringt. Die Anbieter seien auf die Roaminggebühren angewiesen, nicht zuletzt um den länderübergreifenden Netzausbau finanziell bewältigen zu können. Als Folge für ein derartiges Tarifgesetz droht der Verband mit einer Anhebung anderer Nutzungsgebühren. Gegenüber dem Internetportal Golem betonte der Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder, dass die Mobilfunkbranche nicht nur mit Erhöhungen der Datentarife reagieren würde, zusätzlich könnten die Subventionen für Smartphones und Tablet PCs nicht mehr in dem Maße angeboten werden, wie es bislang der Fall ist.

Allem Widerstand zum Trotz, das entsprechende Gesetzespaket mit dem umfassenden Titel “Vernetzter Kontinent“ wurde letzte Woche zur Durchsetzung vorgelegt. Es beinhaltet wie geplant auch den Abschnitt, der den Wegfall von Mobilfunk-Auslandsgebühren beschreibt. Vizepräsidentin Neele Kroes ergänzte in der Vorstellung, dass durch die einheitliche Regelung die Netzneutralität gefestigt würde. Weiterhin werde der Ausbau von Arbeitsplätzen gefördert, ebenso die Interessen der Verbraucher. Der Telekommunikationssektor beschreibt etwa 9 % der der digitalen Marktwirtschaft innerhalb von Europa.

Bildmaterial EU-Vize Ratspräsidentin Neelie Kroes: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/kroes/

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