Die Samsung Galaxy Gear – Mobilfunkzukunft oder doch nur nette Spielerei?

galaxy gear1Da ist sie nun die lange erwartetes Smartwatch, die Uhr am Handgelenk, die das Smartphone am ergänzen, beziehungsweise ersetzen soll. Das südkoreanische Technikunternehmen Samsung gelingt der Vorstoß in eine zwar nicht ganz neue aber vielleicht zukunftsweisende Art Technik bei sich zu tragen und zu benutzen. Damit der Smartwatch von Samsung der Anfang ein wenig leichter gelingt, darf die Uhr mit dem 1,63 kleinen Amoled Display auch den Namen Galaxy tragen. Als kleinstes Mitglied der erlesenen Galaxy-Familie durfte die Uhr auf der IFA Premiere feiern. Samsung Galaxy Gear ist ihr Name.

Um eines vorwegzunehmen, die Galaxy Gear ist nicht wirklich die erste ihrer Art, allerdings wird sie zu einem Zeitpunkt vorgestellt, der medienwirksamer kaum sein kann. Smartwatches gibt es bereits schon einige auf dem Markt und doch, die bloße Präsentation des aktuell führenden Mobilfunktechnik Unternehmens hat schon etwas für sich. Ähnlich wie die großen Familienmitglieder lässt sich die Samsung Galaxy Gear ebenfalls mit Wischgesten über einen Touchscreen steuern und bedienen. Aufgrund der nur sehr geringen Bildschirmausmaße dürfte die Handhabung dann aber schon ein wenig mühsamer ausfallen, zusätzlich kann die Uhr auch per Spracheingabe und der Software “S-Voice“ benutzt werden. Bei Informationsabfragen wie der Wetterprognose etwa nutzt die Galaxy Gear das Handy, das sich hierfür unbedingt in der Nähe befinden muss. An dieser Stelle sollte dann auch der Einwand erfolgen, dass die Galaxy Gear ohne ein gekoppeltes Samsung-Smartphone “nur“ eine Uhr mit Touchscreen ist, all die schönen Funktionen wie Nachrichtendienst, E-Mail-Abfrage und Mail-Versand, Wetterdienst, funktionieren nur mit dem Samsung-Handy.galaxy gear2

Die Frage der Optik bleibt natürlich ein recht individueller Faktor. Die Galaxy Gear sieht aus wie eine moderne Digitaluhr. Unterschiedliche Farbausführungen sollen für Auswahl sorgen.

In einem Punkt ist die Samsung Galaxy Gear den Smartwatch-Pionieren wie etwa der Sony SmartWatch auch im Betrieb ohne Smartphone tatsächlich überlegen. Die Galaxy Gear verfügt über eine Kamera mit 2 Megapixel Auflösung für Fotos und sogar für Videoaufnahmen. Diese können allerdings in nur sehr geringer Länge aufgezeichnet werden. Samsung bietet für die Foto- und Kommunikationsfunktionen eine Premium-Mitgliedschaft für ein Gratisjahr beim Cloud-Dienst Evernote an. Hier lassen sich Nachrichten, Spracheingaben, Fotos und Videos speichern. Für den internen Speicherplatz sorgt ein 4 GByte großer Flashspeicher, der Arbeitsspeicher ist auf 512 MB reduziert. Vergleicht man die technischen Spezifikationen der Galaxy Gear mit einem Smartphone, wird es deutlich, dass die Uhr tatsächlich kein Ersatz für das Smartphone darstellen kann, so arbeitet demnach auch nur ein Single-Core-Prozessor mit 800 MHz. Der festverbaute Akku hält etwa einen Tag und wird mit einem Mini-USB-Kabel wieder aufgeladen.

Auch wenn bereits zum Verkaufsstart, der angeblich auch hier in Deutschland bereits am 25. September sein soll, über 70 Apps heruntergeladen werden können, bietet der Speicher beziehungsweise das Display nur Platz für gleichzeitig 10 installierte Programme. In den USA soll die Galaxy Gear etwa 300 US-Dollar kosten, der Euro Preis ist noch nichtbekannt.

Bildmaterial-Quelle: Theverge.com

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