CynaogenMod als Garantiegefahr identifiziert – Software weiterhin verfügbar

cyanogenmod_logo_headerAndroid ist bekannt als offenes OS. Das mobile Betriebssystem von Google erlaubt Softwareinstallationen von Drittanbietern. Nun wurde der Entwickler CyanogenMod aufgefordert, sein Angebot für die alternative OS Installation zurückzuziehen. Als Grund gibt sich Google bürokratisch und verweist auf Garantiebeschränkungen. Darf die Zensur als Fingerzeig gewertet werden?

Die App des Entwicklers CyanogenMod bekannt als beliebte Android Distribution wurde aus dem Angebot von Google Play entfernt. Die Kollegen von zdnet.de berichten von einem Blogeintrag aus dem hervorgeht, dass Google die Entwickler zur freiwilligen Löschung der App aufgefordert hat. Hätte CyanoenMode daraufhin nicht reagiert, wäre es durch Google erledigt worden, entsprechende Restriktionen hätten die Folge sein können. Zur Begründung gibt Google nur wenig Details bekannt. Zwar sei das Programm von Google grundsätzlich als harmlos eingestuft worden, allerdings führe der Inhalt der Applikation dazu, das Nutzer ihre eventuellen Garantieansprüche der Geräte riskieren könnten. Google verweist also dabei auf die Hersteller der Hardware. Dass Internetunternehmen die Garantiebestimmungen der Hardwarepartner durchsetzt, beziehungsweise auf deren Rechtsprechung verweist ist zumindest fragwürdig.

Modifikation bietet bessere Sicherheitsfeatures als Google Android

Viel logischer erscheint Googles Zensur im Hinblick auf das alternative Betriebssystem, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Im Blogeintrag heißt es weiter, das sich bereits viele Nutzer für einen Download entschieden hätten. Die Anzahl liegt im sechsstelligen Bereich. Die Software ist weiterhin auf der Seite verfügbar und kann dort weiter bezogen werden. CyanogenMod lieferte mit der App eine einfache Methode, um auf das eigentliche Betriebssystem umzusteigen. Die Alternative bietet bessere Funktionen im Bereich Sicherheit und Datenschutz, ein weiterer Vorteil soll die Unterstützung von Hardware beziehungsweise die Versorgung mit Software und Updates für ältere Geräte sein. Mit jedem Android Update fallen immer wieder Smartphone- und Tabletmodelle aus dem Support der jeweiligen Hersteller heraus, CyanogenMod bietet hier Abhilfe und versorgt diese sonst ausrangierten Geräteversionen mit aktualisierter Software.

Was aus Sicht der Hardwarehersteller die mit Google partizipieren gegen CynogenMod spricht

Hier könnte auch ein Grund für Googles Zensur liegen. Der Konzern wirbt mit seinem offenen System und begründet damit einen großen Vorteil gegenüber Apple mit seinem sicheren aber auch geschlossenen OS. Apple erlaubt keine Installation von Inhalten, die nicht über die konzerneigenen Plattformen installiert werden. Dazugehören: App Store, iTunes und iBooks. Bei der Installation eines Jailbreacks erlischt laut Apple Bestimmungen der Garantieanspruch der Hardware. Nicht weit von dieser Begründung entfernt, verhält sich jetzt auch Google und das obwohl Android als offenes OS bezeichnet wird und das System auch auf einer Vielzahl von Herstellermodifikationen vermarktet wird. Gut möglich, dass sich das Start-up von CyanogenMod nicht nur gegen die Interessen von Google richtet, sondern auch den Ärger der Google Partner auf sich zieht. Die Hersteller fürchten den Kontrollverlust über die verkaufte Hardware. Dabei werden Softwareupdates wohl auch aus dem Grund nicht auf alle (eigentlich möglichen) Geräte verteilt, weil die Firmen auf Neuanschaffungen durch die Kundschaft abzielen. Außerdem bedeutet die OS-Anpassung an die Geräte einen großen Aufwand, der mitunter kostspielig ist und Zeit beansprucht.

CyanogenMod wird seine Software vorerst auch ohne die direkte Vermarktung durch GooglePlay zur Verfügung stellen und den Nutzern damit eine Alternative zum Android-Versions-Rollout bieten.

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