Samsung Galaxy S5-Premiere: Wenig Wow dafür viel Know-how

@lastest_low_unpacked5_v01Im Vorfeld des MWC 2014 galt das neue Samsung Galaxy S5 als die kommende Innovation und Spekulationen überhäuften das noch unverhüllte Flaggschiff in einer Art und Weise, wie es sonst nur bei Produkten von Apple der Fall ist. Am Abend des 24. Februar war es dann so weit. Das “Unpacking 5-Event“ wurde vor 4000 geladenen Gästen abgehalten. Herausgekommen ist jedenfalls nur ein neues Smartphone (nicht wie angenommen: Zwei) der Galaxy-S5-Reihe, dass zumindest wieder mit Software Funktionen seinesgleichen sucht.

Galaxy S5 das Körperlesegerät

Wer tatsächlich mit der Enthüllung zwei unterschiedlicher S5-Modelle gerechnet hatte, wurde in dieser Hinsicht enttäuscht. Es wurde nur Eines und dies zeigte sich am Abend im gewohnten Kunststoffgehäuse. Die Oberfläche ist zwar griffig und das Smartphone lässt sich dadurch sicherer in der Hand halten, dennoch, von Metall oder von einer Deluxe-S5-Version aus Metall keine Spur. Eine weitere Spekulation wurde aber bestätigt, nämlich ein Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Gerätes – eingebaut im Home-Button unterhalb des Displays. Einige sehen hierbei ein bekanntes Feature von Apple und auch die neu gestylte Androidoberfläche TouchWiz zeigt sich ähnlich bunt und im Flatdesign bekannt von iOS7 – langjährige Samsung Galaxy Nutzer werden sich umgewöhnen müssen. Eine weitere Funktion des Fingerabdrucksensors ist beim Benutzen die Aktivierung eines “Privatmodus“, hierbei können Dateien und Apps versteckt werden, die nur der Nutzer alleine handhaben möchte.

Das S5 verfügt auf der Rückseite über einen Pulsmesser. Direkt unter der Kameralinse befindet sich ein Sensor, der, wenn ein Finger ca. 5 Sekunden drübergehalten wird, den Puls des Nutzers misst. Ein wirkliches Highlight stellen die Kamerafunktionen dar. Neben ultraschnellen Autofokus, Serienbildfunktion und Zeitlupe bei Videos, führt Samsung auf dem Galaxy S 5 einen neuen Modus ein. Dabei handelt es sich um eine Fähigkeit, Fotos erst nach der Aufnahme scharf zu stellen. Das Phänomen ist bei den Lichtfeldkameras bekannt geworden. Wie Samsung diese Technik umsetzt, wird sich zeigen. Jedenfalls lassen sich zukünftig auch Unterwasserbilder aufnehmen, das Smartphone ist IP76-zertifiziert und bis in eine Tiefe von 1,5 Meter wasserdicht, weiterhin staubgeschützt. Dank eines Infrarotsensors und einer speziellen App wird das Samsung Galaxy S5 zu einer All-in-one-Fernbedienung, praktisch, wenn die Nutzer auch über weitere Samsung Technik wie LCD TV verfügen.

S5 ist kein Technikmonster

Was die eingesetzte Technik angeht, zeigt sich das Smartphone der Koreaner mit dem 5,1-Zoll-Display als weniger herausragend, wie es sich viele Leute gewünscht hatten. Ein Ouad-Core-CPU mit 2,4 GHz wird mit 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt, hier lagen die Erwartungen deutlich höher. Ein starker Akku mit 2800 mAh soll eine durchschnittliche Nutzung von 10-12 Stunden erlauben. Als Speichervarianten gibt es eine 16-GB und eine 32-GB-Version, beide können mittels Speicherkarte bis auf 64 GB erweitert werden. Das Display mit 5,1-Zoll beschert eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, die Kamera verfügt über 16 MP Auflösung, eine Weitere in der Gehäusefront löst mit 2,1 MP auf. Das Gewicht des S5 beträgt 146 Gramm.

Als Farben wird es: Weiß, Schwarz, Blau und Gold geben. Der Erscheinungstermin wird auf Anfang April gesetzt. Der Preis ist derzeit noch unbekannt.

Fazit

Das neue Smartphone der Koreaner ist eine logische und starke Weiterentwicklung des S4, mehr aber auch nicht (technisch gesehen). Die vielen Gerüchte um das Galaxy S5 wurden nur teilweise bestätigt, was aber nicht Samsung zu verantworten hat, sondern ähnlich wie bei Apple, durch die hartnäckigen Spekulationen im Vorfeld einfach falsche Erwartungen erzeugt wurden. Abgeschaut haben sich die Koreaner bei Apple den Fingerabdrucksensor im Home-Button, zusätzlich einen Privat-Modus als Feature draufgelegt. Weiterhin soll mit dem Fingerabdrucksensor eine Bezahlfunktion eingeführt werden, was sich durchaus als Erfolg kristallisieren könnte, denn ein Partner wird PayPal sein. Alles in einem muss sich Samsung nicht mehr nur dem Vergleich mit Apple stellen, vielmehr wird die Konkurrenz aus dem eigenen Androidlager immer stärker, das gilt zum Beispiel für Sony mit dem Xperia Z2, welches am Erfolg des Vorgängers anknüpft und für die gesamte Konkurrenz neue Maßstäbe setzt.

Bildquelle: Samsung.com

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