Samsung Galaxy Round: Haben die Koreaner jetzt den Dreh raus?

F_007_Dynamic3_BlackEs klingt wie ein Erfolg, dessen revolutionäre Bedeutung kaum jemand so recht verstehen mag. Samsung präsentiert das erste Smartphone mit gebogenem Display. Ist dieser Fortschritt nun als Meilenstein oder doch eher nur als krummes Ding zu betrachten?

Gut, eines gleich vorweg. Samsung zeigt als erstes Unternehmen ein gebogenes Smartphone-Display und betritt damit einen Bereich mit Möglichkeiten, die zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht noch nicht absehbar sind. Das neue Samsung Smartphone trägt den bezeichnenden Namen Galaxy Round. Obwohl das Gerät natürlich nicht ganz rund ist, zeigen die äußeren Ränder zum Nutzer hin, der mittlere Teil wirkt nach hinten versetzt. Flexibel ist das Display aber nicht, es lässt sich weder quetschen noch biegen oder gar strecken. Sieht man das Smartphone, stellt sich einem doch die Frage, was das Ganze denn nun für einen praktischen Nutzen hat oder bleibt es schlicht bei der optischen Abhebung? Zuerst aber die Fakten des technischen Bereichs.

F_008_Combination_Black-635x424Verdrehtes Galaxy Note 3

Um es kurz zu fassen, im Samsung Galaxy Round steckt eigentlich die identische Hardware des Samsung Galaxy Note 3, was zum Glück als Pluspunkt bewertet werden kann, bietet das Business Smartphone mit Tablet Ambitionen doch zurzeit das Beste, was Samsung verbauen kann. So taktet ein Vierkern-Qualcomm-Prozessor mit 2,3 GHz, ebenso wie die Arbeitsspeicherunterstützung von drei Gigabyte.

Ein Highlight für Smartphone-Hosentaschenträger

Nun aber zu dem Effekt des gebogenen Displays. Schön wäre es sicherlich gewesen, Samsung hätte eine 3-D-Funktion erfunden, der Raum zwischen den gebogenen Außenseiten würde als plastisch wirkender Navigationsbereich dienen oder Hologramme würden dorthin projeziert. Die Erklärung ist gleichbedeutend praktischerem Nutzen. Durch die gebogene Form lässt sich das Smartphone besser in der Hosentasche tragen. Eigentlich sollte jetzt ein Absatz folgen, denn das war es dann auch schon, fast zumindest. Aber ganz so unspektakulär lässt Samsung sein neues Konzept dann doch nicht wieder in der Tasche verschwinden. Durch die gewölbte Unterseite liegt das Galaxy Round nicht flach oder plan auf dem Tisch oder einer anderen geraden Abstellfläche. Das Smartphone wippt logischerweise, tippt der Nutzer sein Gerät also an, beziehungsweise, wird das Round in dieser Stellung gehalten, erscheinen auf dem jeweils geneigten Bildschirmbereich spezielle Informationen. Das sind dann Infos wie Uhrzeit oder neue Benachrichtigungen, außerdem soll sich so auch die Musikwiedergabe steuern lassen. Jetzt folgt der Absatz.

F_006_Dynamic2_Black-610x424Anfang oder nur ein Versuch?

Samsung ist bekannt für seine Vielseitigkeit an Funktionen und Softwaretools in Kombination mit hochmoderner Technik, daher scheinen die genannten “Swipe-Features“ auch in das Konzept der Südkoreaner zu passen. Nüchtern betrachtet muss an dieser Stelle ein Fazit gezogen werden, das da lautet, das Samsung Galaxy Round bietet keine neuen überragenden Funktionen, die ein gebogenes Display nun als Lösung der Zukunft rechtfertigen würde. Die Entwicklung bietet aber Perspektiven und zeigt neue Möglichkeiten auf, macht Spaß und Neugier auf mehr. Zu guter Letzt, das Samsung Galaxy Round soll umgerechnet 750 Euro kosten, ist aber zunächst einmal nur in Südkorea zu beziehen. Ob das Smartphone auch nach Deutschland kommen wird, bleibt hingegen vorerst Zukunftsmusik.

Bildquelle: Samsung Tomorrow

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