NSA sammelt auch Nutzerdaten über den Mobilfunk

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZu den Meldungen der Informations- und Datenbeschaffung des NSA reiht sich ein neues Kapitel ein. Laut Medienberichten soll es neben der stationären Spionage von Telefonen und Computern auch zur Überwachung über den Mobilfunk gekommen sein. Dabei wurden Nutzerdaten über installierte Apps wie Angry Birds oder Google Maps abgegriffen.

Eigentlich ist es keine Überraschung, dass es auch über dem Mobilfunk zu einer flächendeckenden Überwachung durch die NSA gekommen ist. Wie tagesschau.de berichtet, kam es hierbei auch zu Aktionen des britischen Geheimdienstes GCHQ. Teil dieser Aktionen ist die Auswertung spezifischer Nutzerdaten, die teilweise durch Apps gesammelt werden. Im Fall von Angry Birds, gab der Entwickler Rovio bekannt, nichts von den Aktionen gewusst zu haben, außerdem bekräftigte das Unternehmen, dass es keine Nutzerdaten herausgeben würde. In diversen Applikationen werden vor der Nutzung die Nutzerdaten abgefragt, auch wenn dies nicht immer offensichtlich geschieht, die Apps sind in der Lage auf die im Smartphone hinterlegten Informationen zuzugreifen und in den eigenen Systemen zu verwalten. Die Entwickler müssen bei der Veröffentlichung im jeweiligen Store über diese Funktionalitäten aufklären.

Geheimdienste sind in der Lage alles mitzulesen

Neben der Sammlung von Nutzerdaten, sollen sich die Geheimdienste ebenfalls zu den Bewegungsdaten Zugang verschafft haben. Hier soll die Google App “Google Maps“ ausspioniert worden sein. Über diesen Karten und Routenplanungsdienst können NSA und britischer Geheimndienst die Bewegungskoordinaten und Nutzeraktivitäten nachvollziehen, viele Apps nutzen weiterhin “Check-in-Dienste“, die Informationen darüber weitergeben, wo sich der Anwender gerade befindet, beliebt ist dabei das Teilen in sozialen Netzwerken als Statusmeldung. Auch hier können die Geheimdienste mitlesen und Daten auswerten.

Effektiver Selbstschutz

Nutzer können sich selbst schützen, in dem sie bei der Nutzung von Applikationen darauf achten, in welchem Umfang die Entwickler auf das Smartphone zugreifen und Nutzerdaten abfragen, oftmals werden solche Zugriffe als Abfragen von Kontaktdaten deklariert, dies alleine sollte bereits als Warnung gelten. Weiterhin bieten die Systemeinstellungen unterschiedliche Möglichkeiten, den Datenverkehr nach Außen zu unterbinden, dabei kann zum Beispiel die Nutzung mobiler Daten deaktiviert werden, Selbiges gilt übrigens auch für die Einstellung der Standort Daten. Solange diese nicht wirklich benötigt werden, sollten diese ebenfalls deaktiviert werden.

Bild©Arno Kuss 2014

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