DLD in München: Wikipedia Gründer steigt bei Mobilfunkanbieter ein

Während Technik- und Digitalveranstaltungen wie die CES, IFA und MWC eher zu den Konsummessen hinzugezählt werden dürfen, reiht sich die Konferenz “Digital Life Design“ in den Intellektuellen Bereich ein. Das Treffen von wichtigen Personen wie auch Investoren und Fachleuten jährt sich bereits zum zehnten Mal, zum Jubiläum ist das mediale Interesse besonders groß gewesen und das zurecht.

Dass die digitale Welt immer mehr Einfluss auf unser Alltagsgeschehen einnimmt, lässt sich auch rückwirkend in München bestätigen. Anlässlich der DLD (20-22. Januar 2014) reisten viele Prominente des digitalen Business in die bayerische Landeshauptstadt um sich in illustre Runde auszutauschen und Neuigkeiten zu verkünden. Wir berichteten bereits von der Anreise des WhatsApp Gründers Jan Koum, der seinen Besuch bereits per Twitter ankündigte und darüber informierte, dass bereits 30. Millionen Mobilfunknutzer in Deutschland den Nachrichtendienst und die Alternative zur kostenpflichtigen SMS nutzen. Des Weiteren fanden sich auch der Wikipedia Gründer Jimmy Wales oder auch Daniel Ek von Spotify ein. Dass das Treffen aber auch in intellektuellen Kreisen seine Bedeutung findet, zeigt das Erscheinen des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho, der zuletzt sein Teilnahme der letzten Buchmesse abgesagt hatte. Er zeigte sich damals wenig darüber erfreut, wie das damalige Themenland Brasilien die Messedelegation gewählt hatte, seiner Meinung nach konnte diese Entscheidung nur mit seinem Fernbleiben quittiert werden. Umso bedeutsamer darf also der Besuch auf der DLD deren Schirmherr Verleger Hubert Burda ist, gewertet werden.

152_GD-Preis_5473Zu den Themenkomplexen der dreitägigen Konferenz gehörte auch die Information, dass der Wikipediagründer Jimmy Wales seine sozialen und karitativen Bemühungen erweitern werde und bei einem britischen Mobilfunk Provider einsteigen werde. Das Unternehmen The People`s Operator, kurz DPO ist nicht irgendein Mobilfunkanbieter, sondern ein Unternehmen mit ethischen Werten und Grundsätzen. Bereits bei der Rechnungsstellung an seine Kunden, führt das Unternehmen 10 % der Gebühren an karitative Zwecke ab, die Kunden haben dabei natürlich Mitspracherecht und können im Vorfeld über den jeweiligen Spendenempfänger entscheiden. Darüber hinaus verteilt DPO einen Teil seiner Gewinne für wohltätige Zwecke.

Das freie und von den Nutzern selbst geführte Online Lexikon Wikipedia wurde 2001 freigeschaltet. Monatlich nutzen rund eine halbe Milliarde Menschen den Informationsdienst.

Bildquelle: By Thomas Entzeroth (photographer) on behalf of Gottlieb Duttweiler Institute (given to Napa from Gottlieb Duttweiler Institute) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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