Blackberry mit neuer Führung zu alter Stärke?

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Blackberry Event hier nch mit Thorsten Heins an der Spitze – Bildquelle: © Blackberry.com

Neues vom Smartphone Hersteller Blackberry. Am 4. November trennte sich das kanadische Unternehmen von seinem CEO Thorsten Heins. Der Deutsche schaffte es nicht, das angeschlagene Unternehmen zurück auf die Erfolgsspur zu bringen. Nun steht ein anderer Mann an der Spitze von Blackberry, der kann sich dank einer Finanzspritze in Milliardenhöhe mit einer neuen Strategie versuchen.


Der neue CEO heißt John Chen und hat bereits ähnliche Krisenjobs auf seinem Portfolio stehen. Wie das Computer Magazin ZDNet schreibt und sich auf Quellen von Reuters bezieht, habe sich der Hardliner auch bei dem Unternehmen Sybase in einer ähnlichen Ausgangslage befunden und es mit einem neuen Konzept in die Erfolgsschiene zurückgeführt. Später verkaufte er das Profit einbringende Datenbankunternehmen an die Konkurrenz von SAP.

Als Aussicht beschreibt der in Hong Kong geborene Chen, eine Stabilisierung der Finanzlage innerhalb der nächsten 1,5 Jahre. Es wird also Zeit brauchen, das angeschlagene Unternehmen wieder so weit aufzubauen, dass es wieder erfolgreich sein wird. Ob der CEO danach das Unternehmen mit mehr Potenzial verkaufen möchte, bleibt abzuwarten, in der jüngsten Vergangenheit peilte Blackberry einen Unternehmensverkauf an, aufgrund der Lage gab es aber keine entsprechenden Angebote, zumindest keine die eine Lösung herbei geführt hätten. Zuletzt gab das Unternehmen bekannt etwa 40 Prozent der Belegschaft kürzen zu müssen. John Chen will hingegen das Vertrauen der Mitarbeiter zurückgewinnen, um Blackberry sicher durch die schwierige Zeit manövrieren zu können.


Etwas leichter dürfte dem Krisenmanager sein Start bei Blackberry aufgrund der Entscheidung eines Finanzinvestors gefallen sein. Wie bereits schon vorab in Aussicht gestellt, erklärt sich Fairfax Holding dazu bereit die Kanadier mit einer Summe von 1 Milliarde US-Dollar zu unterstützen, beziehungsweise in das Unternehmen zu investieren. Als Basis diente eine Wirtschaftsprüfung, deren Ergebnis wohl auch die Entlassung des bisherigen Chefs Thorsten Heins beinhaltete. Der deutsche CEO wurde damals von Siemens abgeworben. Mit ihm müssen weitere Mitglieder der Führungsetage das Unternehmen verlassen. John Chen plant einen umfassenden Wechsel in seiner neuen Position, dazugehört nun auch der Wechsel seines ersten Mitarbeiterkreises.

 

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