Warum LTE die Zukunft des Breitbandinternets ist

Kaum 15 Jahre ist es her, da gestaltete sich die Auswahl der möglichen Internetanschlüsse noch ebenso überschaubar wie die durchschnittliche Übertragungsbandbreite von 56 Kilobit pro Sekunde. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit nun ein völlig neues Niveau. LTE hat dabei aber nicht nur das Zeug, sich im Mobilfunksektor durchzusetzen, sondern auch zu einer ernsthaften Alternative für den heimischen Internetanschluss zu werden. Was aber macht die LTE-Verbindung aus?

Was es mit dem neuen Mobilfunkstandard auf sich hat

FunkmastDer augenfälligste Unterschied zwischen LTE und anderen verfügbaren Internetanschlüssen wie DSL oder Kabel-Internet ist, erklärt Toptarif, dass der Standard für den Mobilfunkverkehr entwickelt wurde, um den langsameren 3G-Standard abzulösen. Neben der satellitengestützten Übertragungsweise zeichnet sich LTE in erster Linie durch deutlich höhere Datenübertragungsraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde im Downstream und bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Upstream aus. Darüber hinaus werden hierzulande die Frequenzbereiche von 600, 1.800 und 2.600 MHz genutzt, was den Mobilfunkanbietern eine größere Flexibilität zur flächendeckenden Versorgung ländlicher und städtischer Gebiete gibt, da diese sogenannten Bänder unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Während LTE auf der 1.800-MHz-Frequenz beispielsweise sehr gut für die Versorgung stark frequentierter Plätze geeignet ist, sorgt die hohe LTE-Reichweite der 800-MHz-Frequenz für eine gute Netzabdeckung in ländlichen Gebieten, wobei gleichzeitig weniger Mobilfunktürme benötigt werden.

Welche Vorteile bietet LTE gegenüber älteren Standards?

Dass die deutlich erhöhte Datenübertragungsrate der mit Abstand größte Vorteil des LTE-Standards ist, liegt im Hinblick auf die mobile Nutzung auf Smartphones, Tablet und Notebooks auf der Hand. Der weitaus größere Vorteil, der durchaus das Potenzial hat, den Telekommunikationsmarkt zu revolutionieren, liegt jedoch an anderer Stelle. Genau genommen geht es um die Übertragungsweise, denn die Signale verbreiten sich ohne die Errichtung einer extrem teuren Infrastruktur in Form von Glasfaser- oder Telefonkabeln. Stellt man beispielsweise die Kosten einer überschaubaren Anzahl an niedrig fliegenden Mobilfunksatelliten samt Mobilfunkmasten den Kosten für den Anschluss von Millionen Haushalten an Kabelnetze gegenüber, ergeben sich klare Kostenvorteile. Somit lässt sich also auch der Netzausbau für das zu Hause genutzte Internet deutlich schneller und kostengünstiger vorantreiben. Und dies schließt zukünftige Technologieentwicklungen mit ein, zumal kabelgebundene Infrastruktur die Verfügbarkeit und Bandbreite langfristig limitiert. Der technologische Fortschritt tut in Personalunion mit den Skaleneffekten der breiteren LTE-Verfügbarkeit ebenfalls sein Übriges dazu, dass die Tarif-Kosten künftig weiter sinken werden.

Wie es um die Verfügbarkeit von LTE steht

Da die Mobilfunkprovider hierzulande durch den Gesetzgeber dazu verpflichtet wurden, zunächst mit DSL-Anschlüssen unterversorgte Regionen in Angriff zu nehmen, ist LTE bereits jetzt in vielen ländlichen Regionen flächendeckend verfügbar – wenn auch noch mit leicht reduzierter Bandbreite. Bedingt durch die hohen Reichweiten und die damit vergleichsweise geringe Anzahl der notwendigen Mobilfunkmasten, ist der Netzausbau deutlich schneller vonstattengegangen, als zunächst geplant. Dementsprechend verfügen auch die meisten Ballungszentren aktuell über ein sehr dichtes LTE-Netz. Damit sind ebenfalls einige zentrale Voraussetzungen dafür erfüllt, dass sich LTE nicht nur im Mobilfunksegment, sondern auch für den Heimgebrauch als Übertragungsstandard durchsetzt.

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